Sicherheit beim Online-Banking

Sicherheit beim Online-Banking

Grundsätzlich ist das Online-Banking eine sichere Angelegenheit, weil vonseiten der Banken hochmoderne Techniken der Verschlüsselung und zusätzliche Sicherheitsmechanismen Anwendung finden. Natürlich kann das Risiko, dass Hacker in das Computersystem einer Bank vordringen und Zugang zu den Daten der Kunden finden, niemals völlig ausgeschlossen werden, aber es ist äußerst gering. Das größte Risiko ist der Nutzer des Online Banking selbst, wenn er mit seinen sensiblen Daten leichtsinnig oder fahrlässig umgeht.

Schon die Kombination von PIN und TAN ist sehr sicher. Mithilfe der PIN und der entsprechenden Kontonummer identifiziert sich der Kontoinhaber im Netz. Für alle Transaktionen, die er veranlassen möchte, muss er dann zusätzlich eine entsprechende TAN, die Transaktionsnummer eingeben, die immer nur einmal Verwendung finden kann. Bei den neuesten Verfahren wird von der Bank sogar die Verwendung einer ganz bestimmten TAN gefordert. Hier kommt dann die Aufforderung, bitte geben Sie die TAN nur 25 ein. Die Datenübertragung zum zentralen Rechner der jeweiligen Bank erfolgt SSL verschlüsselt, damit wird garantiert, dass kein unberechtigter Dritter die Eingaben mitlesen kann. So kann theoretisch nur jemand das Konto nutzen, der die PIN kennt, die Kontonummer hat und der über eine gültige TAN beziehungsweise die komplette TAN-Liste verfügt. Das größte Risiko sind Leichtsinn im Umgang mit diesen Daten und die Unwissenheit über die Tricks der Gauner. Wer sich im Zusammenhang mit dem Online-Banking an einige Regeln hält und folgende Ratschläge beachtet, der kann ohne Sorge seine Bankgeschäfte im Internet abwickeln.

Grundsätzlich sollte jeder seinen häuslichen PC mit einer Firewall und einem Virenschutz schützen. Entsprechende Software kann sogar kostenlos heruntergeladen werden. Dabei überwacht die Firewall sowohl die eingehenden und ausgehenden Daten und untersagt unberechtigten Eindringlingen den Zutritt und die Antivirensoftware macht schädliche Software, die sich einschleicht, unschädlich. Beide Schutzprogramme müssen regelmäßig aktualisiert werden, das heißt, in bestimmten Abständen muss ein Update erfolgen. Jeder Nutzer sollte nur Programme verwenden, die aus vertrauenswürdigen Quellen stammen, wer Angst hat, sein PC ist mit einem Virus oder mit einem Trojaner befallen, sollte dann keine Aktionen im Online-Banking Bereich starten.

Jeder PC-Nutzer sollte seine brisanten Daten wie Passwörter, PIN, TANS, Kreditkarten- und Kontonummern nicht auf dem PC speichern. Insbesondere die TAN-Liste muss an einem fremden schwer zugänglichen Ort aufbewahrt werden. Regelmäßig sollten die PIN und auch andere Passwörter, die am PC genutzt werden geändert werden. Dabei sollten sichere Kombinationen genutzt werden. Am besten ein Durcheinander von Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen mit abwechselnder Groß- und Kleinschreibung. Vermeiden sie die Nutzung von bekannten Telefonnummern oder Geburtstagen aus der Familie im Passwort.

Grundsätzlich sollten die Geschäfte im Online-Banking immer am eigenen PC von zu Hause und niemals von unbekannten Computern in Internetcafés durchgeführt werden. Der Form-Manager oder die Auto vervollständigen Funktion des Browsers sollte für das Ausfüllen von Online Formularen nicht aktiviert werden, weil sonst die Daten auf dem PC gespeichert werden und von unberechtigten Personen eingesehen werden könnten.

Beim Online-Banking ist die Internetadresse der Bank grundsätzlich per Hand einzugeben. Ein Link zur Bankenhomepage stellt immer eine Gefahr dar, denn dieser kann auf eine Kopie der Bankenhomepage führen, die der Richtigen sehr ähnlich ist. Bevor Transaktionen ausgeführt werden, ist zu prüfen, ob der Computer auch tatsächlich eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut hat. Das lässt sich anhand des kleinen Symbols, das die Form eines Schlosses hat, feststellen. Die eingegebene URL muss in jedem Fall mit https:// anfangen.

Verlangt die Bank schon beim Einloggen eine TAN, dann handelt es sich entweder um eine falsche Seite oder der PC ist mit einem Trojaner infiziert. Dann sollten keine Daten eingegeben und die Bank entsprechend informiert werden.

Zum Abschluss sollte immer der Button für das Logout genutzt werden und die Browserfenster sind zu schließen. Wird doch einmal ein fremder Computer genutzt, dann sollte zur Sicherheit zusätzlich der Zwischenspeicher des Browsers gelöscht werden.

E-Mails, deren Absender nicht bekannt ist, sollten nicht geöffnet werden sondern gleich gelöscht. Dateianhänge aus E-Mails, auch von bekannten Absendern, müssen vor dem Öffnen mit einem Virenscanner geprüft werden. Skepsis ist gegenüber E-Mails angebracht, die angeblich von der Online Bank stammen, besonders wenn in der E-Mail nach persönlichen Daten wie PIN oder TAN gefragt wird. Die eigene Bank versendet solche E-Mails niemals. Wer solche E-Mails bekommt, sollte seine Bank darüber in Kenntnis setzen und diese dann löschen.

Sollte es während einer Transaktion zu einem Verbindungsabbruch mit der Bank kommen, ist immer Vorsicht geboten. Es muss kein Angriff von Hackern sein, aber besser ist es, sich danach sofort wieder einzuloggen und den Zugangscode entsprechend zu verändern. Danach ist die Bank zu informieren, die dann auch mitteilen kann, ob die geplante Transaktion ausgeführt wurde oder nicht. Damit können gleichzeitig eventuelle doppelte Buchungen verhindert werden.

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